Nach einer knappen Niederlage in Fürstenfeldbruck und einem 11:1 Sieggegen Pfronten mussten die Münchnerinnen am Samstag das erste mal auf eigenem Eis antreten. Zu Gast waren die Pinguine aus Königsbrunn, ihrerseits mit einer Niederlage gegen Spitzenreiter Kaufbeuren in die Saison gestartet.
Den Auswärtssieg im Rücken begann München mit erfrischendem Offensivhockey und wurde dafür schon nach 90 Sekunden belohnt. Einen Schuss von Annekathrin Hanzog konnte Claudia Hölting im Tor der Gäste noch parieren, gegen den Nachschuss von Isabell Onken war die Schlussfrau aber machtlos. Und weiter ging es Richtung Gästetor. Wobei auch die Abwehrarbeit nicht zu vernachlässigen war. Mit einigen schnellen Spielerinnen gelang es dem ESVK immer wieder gefährlich in das Münchner Drittel einzudringen. Aber die gut organisierte Verteidigung, unter anderen mit Ruhepol Uli Hagmeier und Johanna Sonnengruber im Tor, entschärfte alle Gästechancen.
Einen der schönsten Spielzüge des Spiels zeigten Dani Deml und Nadine Sanchez Pickardo in der 16. Minuten. Wie Slalomstangen ließen sie ihre Gegenspielerinnen stehen und passten sich vor dem Abschluß die Scheibe noch mehrfach auf engstem Raum genau auf die Kellen. Claudia Höltig konnte den ersten Versuch von Dani noch abwehren, doch sofort war Nadine zur Stelle und markierte das 2:0 und damit gleichzeitig den Pausenstand.
Mit zwei Toren Vorsprung ließen es die Mädels im Mittelabschnitt etwas ruhiger angehen. Königsbrunn kam besser ins Spiel konnte aber nach vorn keine Akzente setzten. Das war in der 31. Minute Isabell Onken vorbehalten. Im Stile des klassischen Bauertricks umkurvte sie das Gästetor und schob zum viel umjubelten 3:0 ein. Weil beide Mannschaften im Anschluss vor allem hinten gut standen und sich München in einem Unterzahlspiel schadlos hielt, blieb es auch bis zur zweiten Pause dabei.
In den ersten Minuten des letzten Drittels ließen die Münchnerinnen ihren Gästen erneut zu viel Raum. Was diese jetzt zu nutzen wussten. Einen Schuss von Simone Hase musste Johanna abprallen lassen und bevor eine Verteidigerin zu Stelle war, netzte Daniela Widmann zum Anschlusstreffer ein. Hätte die Mädels früher, im Ärger über diesen unnötigen Gegentreffer , noch mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Zweiten kassiert, nutzen sie ihn diesmal als Wegruf zur eigenen Schlussoffensive. Nur 53 Sekunden später stellte Dani Deml den alten Abstand wieder her. Weiter drei Minuten danach erzielte Isabell Onken mit ihrem dritten Tor nach Zuarbeit von Dani und Uli das 5:1 und damit die endgültige Entscheidung. Es wirkte als hätte sich Königsbrunn aufgegeben. Denn München erzielte jetztd rei weitere Treffer im 90 Sekunden-Takt. Erst bediente Annekathrin Patricia Pyrka im Slot, in der 51. Minute waren erneut Dani und Isabell zu Stelle und für das 8:1 zeigte sich Annekathrin im Alleingang verantwortlich.
Als Sandra Eineder und Nadine Kielhauser kurz vor Schluss zu viele Nettigkeiten miteinander austauschten, schickte das sehr gut leitende Schiedsrichtergespann beide zur Abkühlung auf die Strafbank. Den gewonnenen Platz auf dem Eis nutzte Isabell für ihren 5. Trefferund gleichzeitig zum 9:1-(2:0,1:0,6:1)-Endstand.
Die Münchnerinnen holen damit den zweiten Sieg in Folge und festigen den dritten Tabellenplatz. Bevor am nächsten Samstag den06.12.08 um 17:00Uhr der Spitzenreiter ESV Kaufbeuren im Münchner Weststadion zu Gast ist. Zahlreiche Unterstützung am Nikolaustag würde natürlich helfen, dem klaren Favoriten Paroli zubieten. (stu)
Tore: 1:0 (01:30) Onken (Hanzog, Deml), 2:0 (15:14) Sanchez Picardo (Deml), 3:0 (30:02) Onken (), 3:1 (42:28) Widmann (Hase), 4:1 (43:21) Deml (Onken), 5:1 (46:38) Onken (Deml, Hagmeier), 6:1 (48:04) Pyrka (Hanzog), 7:1 (50:31) Onken (Deml), 8:1 (51:59) Hanzog (), 9:1(56:39) Onken (Hagmeier, 4-4)
Strafminuten:München 6 – Königsbrunn 4
Spielerindes Spiels: Isabell Onken
KaderMünchen:
T Johanna Sonnengruber,
V Milena Manetinsky, Claudia Gallaus, Nicole Stark, Ursula Hagmaier,Sandra Eineder,
S Peggy Hartmann, Dani Deml, Patricia Pyrka, Annekathrin Hanzog, AlinaKurray, Tania Simon, Nadine Sanchez Pichardo, Isabel Onken, Stephanie Wißmann