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Sonntag 04.01.2009

Münchner Damen unterliegen dem neuen Tabellenzweiten knapp


Zu Beginn des neuen Jahres war der ERC Ingolstadt zu Gast im Weststadion. Ein Team was esden Münchnerinnen auch schon in Vergangenheit mit ihrerkompakten Spielweise und der konsequenten Arbeit nach hinten schwer gemacht hat. Zusätzlich konnten die Ingolstädterinnen kurz vor Weihnachten den favorisierten ESC Höchstadt auf fremden Eis bezwingen. Doch trotz dieser Vorzeichen war auch für München ein Sieg möglich.

Die Partie wurde um 17:10Uhr aufgrund länger andauernder Eisbereitung mit etwas Verzögerung angepfiffen und etwas zögerlich präsentiertensich auch die Gastgeberinnen in den ersten Minuten. Statt in einerfrühen Überzahl in Führung zu gehen, verloren sie einAnspiel im eigenen Drittel und kassierten prompt den erstenGegentreffer schon in der 6. Minute. War dies in vergangenen Partienhäufig der Weckruf, sorgte der Rückstand für noch mehrNervosität. Die Ingolstädterinnen dominierten jetzt diePartie mit einfachem aber direktem Spiel nach vorn und mit clevererRaumaufteilung im eigenen Drittel. Belohnt wurde dies durch zweiStrafzeiten gegen München, in der 7. und 10 Minute, die von denGästen zum 0:2 und 0:3 genutzt wurden. Hier hatte sich JohannaSonnengruber von der Nervosität ihrer Vorderleute ansteckenlassen und musste sich jeweils nach einem Abpraller geschlagen geben.

 

Schaut man in dieStatistiken der letzten Begegnungen, war das Spiel mit einem 0:3Rückstand eigentlich schon zu Beginn des zweiten Drittelsverloren. Denn besonders die starke Verteidigung derIngolstädterinnen wurde in der Vergangenheit trotz hoherMünchner Spielanteile nur selten bezwungen. Mit nur wenigTorschüssen im ersten Abschnitt, schien sich das auch in diesemSpiel nicht zu ändern. Vor allem nicht von der Strafbank aus.Wobei man an dieser Stelle bemerken muss, dass die beidenUnparteischen sehr kleinlich agierten und schon leichte Berührungender schnell fallenden Gegenspielerinnen zu Strafen gegen Münchenführten. Als in der 25. Minute schon die vierte Strafe fürdas Heimteam angezeigt wurde, währenddessen die verstecktenStockfouls und verbalen Attacken der Gäste ungesühntblieben, entluden sich die Emotionen nach dem Pfiff. Hier bewiesendie Schiedsrichter aber das notwendige Fingerspitzengefühl undbeließen es bei mehreren kleinen Strafen gegen beideMannschaften, zuzüglich dem vorher angezeigtem Vergehen. War esder Gegentreffer nicht, schien diese kurze Unterbrechung als Weckrufzu dienen. München agierte jetzt kompakter und setzte dieIngolstädterinnen mit schnellen Spiel nach vorn unter Druck. Mitdem Anschlusstreffer in der 29. Minute wurden die Mühenentlohnt. Einen Schuss von Sandra Eineder lies Julia Huber nurabprallen und Patricia Pyrka war einschussbereit zur Stelle. Docherneut mit drei Strafen kurz hinter einander brachte sich Münchenum diesen Lohn. Denn den Gästen gelang in Minute 35 der 3.Überzahltreffer. Hoffnung machte nur die schnelle Antwort nachnur 52 Sekunden. Mit dem 2:4 verkürzte Isabel Onken noch vor derPause.

 

Zwei Tore imMitteldrittel hatten gezeigt, dass auch Ingolstadt zu schlagen istund entsprechend motiviert ging es in den letzten Akt. Nur 65Sekunden war das Drittel alt, da war erneut Isabel zur Stelle underzielte auf Zuspiel von Dani Deml und Nadine Sanchez-Pichardo das3:4. In dieser Phase war München überlegen und derAusgleich lag in der Luft. Leider vergaßen die Mädelsscheinbar, dass sie vor allem die sichere Abwehr seit dem zweitenDrittel in diese Situation gebracht hatte. Mit ihrem Vorwärtsdrangwaren sie hinten wieder anfälliger. Bis zur 46. Minute konnteJohanna durch tolle Reflexe einen weiteren Gegentreffer nach Konternvermeiden, doch dann erzielte Angelika Greis aus dem Gewühlheraus das 3:5. Wieder mit zwei Toren Rückstand, schienen 14Minuten zu kurz um das Spiel zu drehen. Zu kurz waren sie dann, weilsich München durch noch drei kleinen Strafen in den letzten zehnMinuten selbst um alle Chancen brachte und weil demSchiedsrichtergespann kurz vor Schluss ein grober Schnitzerunterlief. Statt einen Schlittschuhtritt der Gäste entsprechendzu bestrafen, musste wieder nur die Münchnerin wegen unkorrektenKöperangriffs sitzen. (stu)

 

 

Tore: 0:1 (05:27) Semmler(Höpfl, 4:5), 0:2 (08:20) Grantz (5:4), 0:3 (10:29) Ledl (5:4),1:3 (28:54) Pyrka (Eineder, 5:4), 1:4 (34:27) Semmler (Höpfl,Groma, 5:4), 2:4 (35:19) Onken (), 3:4 (41:05) Onken(Sanchez-Pichardo, Deml), 3:5 (45:57) Greis, A. ()

 

Strafminuten: München26 – Ingolstadt 14

 

 

Kader München:

T Johanna Sonnengruber,

V Romina Teml, ClaudiaGallaus, Nicole Stark, Arndt Raphaela, Sandra Eineder

S Dani Deml, Patricia Pyrka,Annekathrin Hanzog, Alina Kurray, Nadine Sanchez Pichardo, IsabelOnken, Elisabeth Ableitner




 

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